Mariahilferstraße 12

From Baugeschichte

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47° 4' 18.77" N, 15° 26' 1.54" E


Ehem. Gasthof "Zur Sonne"

Freistehendes dreigeschossiges Wohn- und Geschäftsgebäude, ehemals Gasthof "Zur Sonne", des frühen 17. Jhs mit späteren Umbauten. Die Gestaltung der Straßenfassade mit profilierten Fensterumrahmungen und stuckierten Parapetfeldern stammt aus dem vierten Viertel des 18. Jhs und wurde zu Beginn des 20. Jhs leicht verändert. Das ehemalige spätbarocke Hauptportal, Joseph Hueber zugeschrieben, um 1760-1770, entfernt und als Gartenportal ins Minoritenschlössel (Quellengasse Nr. 4) übertragen. Die zum Lendkai orientierten Hofgebäude weisen Giebel mit geschweiftem Abschluss bzw. Zinnenbekrönungen auf, zweite Hälfte des 19. Jhs. Das Hofportal trägt im Scheitel die Initialen T.R.H und die Jahreszahl 1799.

Das Gasthaus hat historische Bedeutung, weil - wie eine Tafel erklärt - hier zwei römisch-deutsche Kaiser abgestiegen sind. Im 19. Jh besaß gehörte zum Gasthof seit 1824 noch ein Bad an der vorbeifließenden Mur mit einer Terrasse. Nach der Erbauung der Kaistraße 1885 ist dieses Bad dann in der Feuerbachgasse als "Bad zur Sonne" neu erstanden.

Im Zuge der Renovierung des Gesamt-Komplexes im Jahre 2003 sollte der schöne, ehemalige Gastgarten "entkern" werden, was auch der hölzernen Veranda den "Garaus" gemacht hätte; das konnte aber von der Altstadtkommission verhindert werden.



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